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Toggenburg – ein klingendes Tal

Schöne Landschaften gibt es viele. «Um sich als Bergregion von anderen abzugrenzen, braucht es ein Thema», sagt die Toggenburger Tourismusdirektorin Christine Bolt. Im Klang hat ihre Region die eigene Spezialität gefunden – und schöpft sie voll aus. Unter dem Begriff Klangwelt wird angeboten, was sich touristisch vermarkten lässt: Jodelkurse, ein Klangweg mit Instrumenten zum selber Spielen, ein jährliches Naturstimmenfestival, an dem traditionelle Chöre aus aller Welt zusammen singen, Klangwellness, bei der durch Klang erzeugte Schwingungen zur Entspannung genutzt werden, und die Klangschmiede, wo schon bald Kunsthandwerker wie Schulkinder traditionelle Toggenburger Instrumente bauen und mit Klang experimentieren können. Das grösste Vorhaben jedoch ist das Klanghaus. Idyllisch gelegen soll das 20 Millionen teure Kurs- und Konzertlokal Natur und Kultur verbinden. Prüfstein für das vom Kanton getragene Bauwerk werden jedoch die beiden obligatorischen Volksabstimmungen sein.

 

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Führender Kopf hinter der Klangwelt ist Peter Roth, Musiker, Komponist – und gemäss Ansicht mancher auch ein «Spinner». Einer, für den Jodeln nicht einfach Zeitvertreib ist, sondern der hinter den Naturklängen – auf die beispielsweise auch das Hackbrett und die Schellen aufbauen – ein ganzes Weltbild sieht. «Die Naturtonreihe weist die gleichen Verhältnisse auf, die auch in der Natur schöne Formen definieren – ein Schneekristall zum Beispiel.» Roth findet in der  Verbindung von uralten Praktiken und moderner Quantenphysik eine neue Spiritualität. Den Touristikern in der Region kommt das gelegen, wird doch in Roths Projekten Tradition und Authentizität urban aufbereitet. «Zurück zu den Wurzeln» kommt an. Und auch, wenn das Klanghaus noch nicht steht, so bewirkt schon die blosse Aussicht etwas. Tourismusdirektorin Christine Bolt: «Dass etwas kommt, gibt Impulse für die ganze Region und motiviert zu investieren.»

 

 

Auszug aus Reportage in Entlebucher Anzeiger vom 11. Februar 2011.

 

Ganze Reportage als pdf zum Download:

 

Datum: 15.02.2011 13:00

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.