Klangkino
    KlangWelt Toggenburg :: Klangkino

Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat vom 28. April bis 8. September
KlangWelt Toggenburg präsentiert:

Klangkino im Zeltainer


 

Viel Spass!

 


Programmübersicht | Programmdetails | Tickets/Ort


Programmübersicht
 
  Jeweils am Mittwochabend, 20 Uhr
28. April Heimatklänge - vom Juchzen und anderen Klängen
26. Mai "sounds and silence" - ein musikalisches Roadmovie über den leidenschaftlichen Weg eines Musikbesessenen
9. Juni Touch the Sound - Eine Klangreise mit der gehörlosen Perkussionistin Evelyn Glennie
23. Juni Rocksteady - The Roots of Reggae, eine musikalische Reise ins goldene Zeitalter der jamaikanischen Musik
14. Juli La vida es silbar - Das Leben ein Pfeifen. Man möchte Pfeifen vor Vergnügen...
28. Juli Rhythm is it! Eine hinreissende Liebeserklärung an die tanzenden Teenager voller Leidenschaft, Respekt und Lebensfreude
11. August UR-Musig - Eine Reise durch die Klanglandschaften der Innerschweiz und des Appenzellerlands
25. August Chat noir, Chat blanc - Schwarze Katze, weisser Kater. Orgiastische Verschmelzung von Musik und Erzählung als Ausdruck reinster Lebenslust
8. September As It Is in Heaven - Wie im Himmel. Ein bewegendes Fest der Musik und des Lebens

Programmdetails
 
Mittwoch, 28. April, 20 Uhr

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Schweizer Filmpreis 2008, bester Dokumentarfilm:

Heimatklänge - vom Juchzen und anderen Klängen


von Stefan Schwietert
Schweiz, 81 Minuten,
Schweizer Mundart

Der Dokumentarfilm von Stefan Schwietert portraitiert drei Schweizer Musiker, die sich auf Grundlage des klassischen Jodelns eine neue, ganz eigene musikalische Sprache erschaffen haben.

Erika Stucky hat als Kind von Schweizer Eltern die ersten acht Jahre ihres Lebens in den USA verbracht und ist dann mit ihrer Familie ins Walliser Dörfchen Mörel gezogen. Die Vokalistin pendelt mit ihren unkonventionellen Gesangsstücken zwischen amerikanischer und Walliser Kultur.

Noldi Alder stammt aus einer bekannten Appenzeller Volksmusikdynastie und feierte zusammen mit seinen Brüdern als die "Alder Buebe" national grosse Erfolge. Nach einem Studium der klassischen Musik und der Violine reichte ihm die Begrenztheit der traditionellen Volksmusik nicht mehr aus. Seit 15 Jahren entwickelt er diese, insbesondere den traditionellen Naturjodel, auf eine neue Ebene weiter.

Christian Zehnder schliesslich, gelernter Stimmpädagoge, konnte mit seinem eigenwilligen Umgang mit dem Obertongesang wesentliche neue Impulse in dieser Gesangsform bringen. Zusammen mit dem Bläser Balthasar Streiff bildet er das Duo "Stimmhorn", realisiert Soloprojekte und arbeitet in verschiedenen weiteren Musikformationen.

» Zur Heimtklänge-Website mit Filmtrailer etc.
 

 
Mittwoch, 26. Mai, 20 Uhr

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Nominiert für den Schweizer Filmpreis 2010 sowie Gewinner des Berner Filmpreises 2009:

sounds and silence
- ein musikalisches Roadmovie über den leidenschaftlichen Weg eines Musikbesessenen


Ein Film von Peter Guyer und Norbert Wiedmer

Schweiz, 2009, 90 Minuten,
deutsch

Eine aussergewöhnliche Reise durch Klangwelten, Biographien und zu wichtigen Schauplätzen mit Manfred Eicher, dem herausragenden Produzenten zeitgenössischer Musik. Wir machen Station in Aufnahmestudios, an Konzerten, in Hinterzimmern und an Wegrändern und begegnen musikalischen Grössen wie Arvo Pärt, Dino Saluzzi, Jan Garbarek, Eleni Karaindrou, Anouar Brahem, Gian Luigi Trovesi, Kim Kashkashian, Nik Bärtsch, Marilyn Mazur und vielen anderen.

Sounds and SilenceManfred Eicher gründete 1969 in München die Schallplattenfirma "Edition of Contemporary Music" (ECM). Seither hat er in den vergangen 40 Jahren nicht nur über 1000 Produktionen erfolgreich über die Bühne gebracht, sondern sich auch einen Ruf als Perfektionist aufgebaut, der die Musik kompromisslos in den Vordergrund stellt und alles daran setzt, den perfekten Sound zu haben. So hatManfred Eicher ein sehr erfolgreiches Label aufgebaut, das trotz kommerziellen Erfolgs nicht Mainstream produziert, sondern Musik, die nicht nur gehört werden will, sondern auch für Lebensgeschichten und ausserordentliches Können steht.

Dies hat die beiden Regisseure Peter Gyer und Norbert Wiedmer fasziniert und so haben sie den Mann, der auch als Seele und Motor von ECM bezeichnet wird, auf seinen Reisen begleitet. Das deklarierte Ziel der Regisseure war klar: In Zeiten von Retortenbands aus Castings und der permanenten Beschallung durch TV und Radio mit irgendwelchem 08/15-Sound wollen sie der Musik den Platz einräumen, den sie verdient. Anstatt irgendein Musikstück aus Samplern zusammen zu basteln, wollen sie die Entstehung von Songs begleiten, dem Ton den Raum gewähren, den er benötigt, um sich zu entfalten und so das Publikum auf eine Reise durch Klanglandschaften mitnehmen, die es so noch selten gehört hat.

» Zur "sounds and silence"-Website mit Filmtrailer etc.

 

Mittwoch, 9. Juni, 20 Uhr

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Ausgezeichnet beim Festival Internazionale del Film Locarno 2004:

Touch the Sound
- eine Klangreise mit der gehörlosen Perkussionistin Evelyn Glennie

Ein Film von Thomas Riedelsheimer
D/UK, 2004, 100
Minuten, deutschsprachige Fassung

Mit Evelyn Glennie, Fred Frith, sowie Roxanne Butterfly, Horazio ‘El Negro‘ Hernandez, Za Ondekoza, This Misa & Saikou, Jason ‘The Fogmaster‘

„Rhythmus ist Bewegung, Fließen, Veränderung, Erneuerung und Wiederholung. Unsere Erfahrung von Zeit basiert auf Rhythmus. Nichts existiert ohne Schwingungen, ohne Bewegung. Unsere Vorstellungen von Stabilität und Festigkeit sind Illusion. Alles bewegt sich, alles schwingt, von der Brücke aus Stahl und Beton bis zu den Energiefeldern der Atome. Wir erkennen und erfahren die Welt durch Schwingungen, durch Rhythmus – sogar Farben oszillieren in verschiedenen Frequenzen. Alles vibriert, alles ‘spricht’ – ein Universum des Klangs. Die Perkussionistin Evelyn Glennie lebt auf eine Weise in diesem Universum wie kaum jemand sonst. Touch The Sound will zusammen mit ihr in diese Welt des Klangs und der Rhythmen eintauchen.” Thomas Riedelsheimer

Den Klang berühren – so beschreibt Evelyn Glennie, als Solo-Perkussionistin ein Weltstar der klassischen Musik, das Hören. Nachdem sie in ihrer Kindheit ihr Gehör weitgehend verlor, hat sie gelernt, anders zu hören, den Körper als Resonanzraum zu nutzen, den Klang zu spüren. Regisseur Thomas Riedelsheimer und Evelyn Glennie begeben sich auf eine Expedition ins Innere dieser Klangwelten, die alle unsere Sinne fordert. Ausgehend von einer alten Fabrikhalle in Dormagen, wo Evelyn mit Fred Frith ihre erste CD mit improvisierter Musik aufnimmt, unternimmt der Film eine Reise um die Welt, nach Japan, Kalifornien, New York und Schottland. Gemeinsam mit Evelyn Glennie und ihren musikalischen Partnern tauchen wir ein in ein faszinierendes Universum, in dem wir beginnen, Bilder zu hören und Klänge zu sehen.

Der Ausgangspunkt der Klangreise sind die Geräusche, Klänge und Rhythmen, die uns im täglichen Leben umgeben, das Klackern der Kofferrollen auf einem gläsernen Flughafen-Deck, das Schwirren und Brummen der unendlichen Reihen von Klimaanlagen in den Häuserschluchten von New York, das Echo der Nebelhörner in Nordkalifornien, das Stimmengewirr in einer japanischen Kaufhalle. Von dort führt der Weg tiefer, zur Entstehung und den Ursprüngen des Klangs, zur Erkundung des Rhythmus als Grundlage jeder Lebensform; vom Atem zum Herzschlag, von der Stille zur Musik, vom Hören zum Sehen und zum Fühlen, von der Schwingung zur festen Materie.

Die Klangbilder, Rhythmen und akustischen Erinnerungen verweben sich mit den musikalischen Begegnungen Evelyn Glennies. Eine Jam Session mit dem legendären Drummer Horacio Hernandez auf dem Dach eines Wolkenkratzers in New York, die wilden Trommeln der japani-schen Taiko-Gruppe Ondekoza, ein Duett mit der Steptänzerin Roxanne Butterfly, das faszi nierende Zusammenspiel mit Fred Frith.

Wie schon in Rivers And Tides, seinem vielfach preisgekrönten Film über den Land Art-Künstler Andy Goldsworthy, durchbricht Thomas Riedelsheimer die konventionellen Kategorien der Wahrnehmung und die scheinbare Linearität der Zeit. Im Zusammenspiel der faszinierenden Bilder und der subtilen Tonspur wird Touch The Sound zu einer magischen Kinoreise von betörender Sinnlichkeit.


» Zur Touch the Sound-Website mit Filmtrailer etc.

 
Mittwoch, 23. Juni, 20 Uhr

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Eine musikalische Reise ins goldene Zeitalter der jamaikanischen Musik:

Rocksteady - The Roots of Reggae
 

Ein Film von Stascha Bader
Schweiz/Jamaika, 2009, 90 Minuten, deutschsprachige Fassung

Rocksteady - The Roots of Reggae ist eine musikalische Reise ins goldene Zeitalter der jamaikanischen Musik. Zum ersten Mal nach 40 Jahren kommen die Musikerinnen und Musiker der Rocksteady-Ära in Kingston zusammen, um ihren grossartigen Sound auferstehen zu lassen und ihre Geschichte zu erzählen.

Tonaufnahmen im ursprünglichen Tuff-Gong-Studio, seltene Archivbilder und Gespräche mit den Künstlern zu Hause und an historischen Orten zeichnen ein farbiges Bild der legendären Rocksteady-Zeit. Begleitet von zahlreichen Hits und Evergreens – „By the Rivers of Babylon“, „The Tide is High“ und „You Don’t Love Me Anymore (No No No)“ – werden die Gründer dieses grossen musikalischen Erbes, zu denen auch Bob Marley gehörte, vorgestellt.

1962 wurde Jamaika von der Englischen Krone unabhängig. Die darauf folgenden Jahre waren geprägt von Optimismus und Wirtschaftswachstum. Aufnahmestudios schossen überall aus dem Boden und stritten sich um die besten Sänger und Musiker, es wurde eine erstaunliche Anzahl an Songs herausgebracht, die Hits in Jamaika und in Übersee wurden. Darunter befinden sich Rocksteady-Perlen wie „You Don’t Love Me (No, No, No)“, „The Tide Is High“ und „Rivers Of Babylon“. Um 1968 jedoch wurde aus der Aufbruchstimmung eine Krise. Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt breiteten auf der Insel aus. Die Sänger nahmen die sozialen Probleme in ihre Lieder auf, und die romantischen Texte rückten in den Hintergrund.
Die Musiker, Sängerinnen und Sänger erzählen uns, wie sie diese turbulente Zeit der 1960er Jahre erlebten, in der sich die Karibikinsel politisch, sozial und ökonomisch stark veränderte.

Zu den Sängern im Film gehören Hopeton Lewis, jetzt ein Gospel-Reggae Sänger in New York, der mit 16 den ersten Rocksteady Song „Take It Easy“ aufnahm; Dawn Penn, heute als Sozialarbeiterin in London tätig, deren Rocksteady-Song „You Don’t Love Me (No, No, No)“ von vielen anderen Bands gecovert und zum Welthit wurde; Stranger Cole („Love Me Today“), der Jamaika für eine neues Leben in Kanada verliess; Marcia Griffiths, die „Queen of Reggae“, die ihre Solo-Karriere nie unterbrochen hat („The Tide Is High“); Ken Boothe, der ebenfalls immer noch auf Reggae-Festivals rund um den Erdball anzutreffen ist („Shanty Town (007)“); Derrick Morgan („Thougher Than Though“), der berühmte Ska-Sänger, der zahlreiche Rocksteady-Hits hatte; Leroy Sibbles („Equal Rights“), der als Teil der „Heptones“ unzählige Rocksteady- und Reggae-Songs schrieb; U-Roy („Stop That Train“), der berühmte „Toaster“, der als einer der Paten des amerikanischen Rap gilt; Judy Mowatt („Silent River Runs Deep“), die mit Marcia Griffiths und Rita Marley das Gesangstrio „I-Three“ bildete, das berühmte Gesangstrio von Bob Marley and the Wailers.

Zur Rocksteady All Star-Band gehören die Besten ihrer Zeit, die auch heute noch zu den besten Jamaikanischen Musikern gezählt werden, unter anderem Ernest Ranglin, Sly Dunbar, Jackie Jackson, Gladstone Anderson, Hux Brown, Lloyd Parkes und Scully Simms. In einem Gastauftritt erzählt Rita Marley von ihrem Leben in Trenchtown in den 60er Jahren mit Bob Marley und seinen Freunden.

» Zur Rocksteady-Website mit Filmtrailer etc.

 
Mittwoch, 14. Juli, 20 Uhr

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Man möchte pfeifen vor Vergnügen:

La vida es silbar - Das Leben, ein Pfeifen


von Fernando Pérez
Spanien/Kuba, 1998, 106 Minuten
, deutschsprachige Fassung

Warmer, kubanischer Regen. Pulsierendes Trommeln. Ungewöhnliche, wunderschöne Aufnahmen. Die Tänzerin Mariana, der Musiker Elpidio und Julia, eine Altenpflegerin, sind auf der Suche nach dem Glück. Zärtlich und einfühlsam dargestellt, und gleichzeitig gemischt mit einem Schuß surrealistischem Humor – der über die Ernsthaftigkeit, mit der die Figuren diese Suche betreiben, herzlich lachen läßt: Vielleicht ist das Leben doch nur ein Pfeifen...

Fernando Pérez erzählt in seinem Spielfilm «La vida es silbar» von Havanna und von drei Menschen, die hier auf der Suche nach dem persönlichen Glück sind. Mariana, eine junge Ballett-Tänzerin, würde liebend gerne die Rolle der Giselle tanzen und begehrt genauso enthusiastisch die Körper junger Männer. Der Musiker Elpidio wurde als kleiner Junge von seiner Mutter Cuba verlassen, weil er nicht nach deren Wünschen geraten war. Jetzt lebt der Mischling von seinen Mutter-Mythen umrankt und lernt eine junge Umweltaktivistin kennen, die in Havanna per Heissluftballon gelandet ist. Julia schliesslich arbeitet als Pflegerin in einem Altersheim. Regelmässig überkommen sie Gähnanfälle, und sie schläft gar ein, als ihr besonderer Einsatz fürs Allgemeinwohl ausgezeichnet werden soll. Es gibt vieles, was Julia in ihrem Leben verdrängt. Allein beim Stichwort «Sex» fällt sie schon in Ohnmacht. Doch mit ihrem Hang zur Verdrängung, lernt Julia, ist sie nicht allein.

Die drei Lebenslinien, denen «La vida es silbar» folgt, haben einen gemeinsamen Ausgangspunkt: Mariana, Elpidio und Julia begannen als verlassene Kinder im Waisenhaus. Für Fernando Pérez definiert sich ihr persönliches Glück vor allem in der Suche nach ihm - es ist die Suche nach der eigenen Identität. Seine drei Figuren müssen Entscheidungen treffen und versuchen, die Angst vor der Wahrheit, vor den Worten und den Ideen dahinter, zu überwinden, um den Neuanfang zu wagen. Ihre Lebensfäden hält die 18-jährige Bebé in der Hand, eine Art Märchenfee und Traumfigur, die vollends glücklich ist und möchte, dass es den anderen auch so ergeht. «La vida es silbar» ist, wie sein Autor Fernando Pérez selber sagt, ein Film über «die Suche nach der Glückseligkeit in Kuba am Ende dieses Jahrhunderts.» Man möchte ergänzend beifügen: Das ist ein Film über die Suche nach dem Lebensglück schlechthin.

» Zum Film-Trailer von Das Leben, ein Pfeifen

 
Mittwoch, 28. Juli, 20 Uhr

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Eine hinreissende Liebeserklärung an die tanzenden Teenager und ihre Mentoren, ein Film über die Faszination der Musik, ein Kinoerlebnis voller Leidenschaft, Respekt und Lebensfreude:

Rhythm is it!
 


von Thomas Grube und Enrique Sanchez Lansch
D, 2004, 100 Minuten, Deutsch

Es ist ein ehrgeiziges Projekt und eigentlich auch ein Experiment. Wie bringt man 250 Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten und allen Herren Länder dazu, während einem Konzert der Berliner Philharmoniker zu einem klassischen Musikstück zu tanzen? Die Kinder und jungen Menschen haben teilweise keine Ahnung von Tanz und klassischer Musik. Und dann grad ein Experiment mit Strawinskys "Le Sacre du Printemps"? Gewagt, gewagt....

Drei junge Personen stehen im Mittelpunkt dieser Dokumentation. Marie, die schulische Probleme hat und trotzdem fest an ihre Zukunft glaubt. Martin, der anfänglich dieses "Gehüpfe" lächerlich findet, aber nach und nach sich dafür begeistern kann und sogar seine "Karriere" im Tanzstudio fortsetzen will. Und schlussendlich Olayinka, ein Kriegswaise aus Nigeria, der versucht auch in seiner neuen Kultur einen Platz zu finden und den die Erinnerung an sein von politischen Turbulenzen geprägtem Land so manchen Schmerz bereiten.

Die Leaderrollen dieses Filmes sind auf zwei Schultern verteilt. Einmal der passionierte, extrovertierte und in der Musik voll aufgehende Dirigent des Berliner Philharmonikorchesters, Sir Simon Rattle. Er erzählt von seinen Erwartungen, seinem Leben und seiner Leidenschaft zur Musik. Choreograph Royston Maldoon hat währenddessen mit Schulklassen zu "kämpfen", die den Sinn und die Disziplin eines Tanzes nur schwer zu verstehen scheinen. Er ist es, der diesen ungelenkigen und teilweise uninteressierten Schülern beibringen soll, wie man sich bewegt und wie man schlussendlich eine Aufführung vor Publikum durchziehen kann.

Ein Experiment, dass schier unmöglich zum Erfolg führen kann. Kinder, die lieber plaudern und rumalbern, als konzentriert zu arbeiten. Ein Blick in die weniger schönen Gegenden von Berlin, angereichert mit herrlicher Musik und sehr eindrucksvollen Szenen.


» Zur Rhythm is it!-Website mit Filmtrailer etc.

 
Mittwoch, 11. August, 20 Uhr

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Bilder einer Schweiz, die es (fast) nicht mehr gibt:

Ur-Musig
- Eine Reise durch die Klanglandschaften der Innerschweiz und des Appenzellerlands

von Cyril Schläpfer
Schweiz, 1993, 107 Minuten, Schweizer Mundart
mit Rees Gwerder, Jakob Alder, Jakob Düsel, Dr Örgelidokter Martin Nauer, "Sity Domini", Ludi Hürlimann, Original Streichmusik Edelweiss, Echo vom Kinzig, Trio Mosibuebä u.v.m

Bilder, vor allem Bilder, Musik und Töne aus einer ursprünglichen Schweiz. Eine musikalische Reise in die Welten und Klanglandschaften der Innerschweiz und des Appenzellerlandes.

Die unkonventionelle und kompromisslose Machart dieses Musikfilmes stiess anlässlich seiner erfolgreichen Premiere im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Locarno 1993 beim Publikum auf grosse Aufmerksamkeit. Der preisgekrönte Schweizer Volksmusikfilm nahm an zahlreichen in- und ausländischen Musik- und Filmfestivals teil und hatte Erfolg bei einem Publikum, das weit über den Kreis der traditionellen Volksmusikfreunde reicht. UR-MUSIG war in der ganzen Schweiz ein Kino-Dauerbrenner und erlangte schliesslich seinen Kultstatus, nachdem der Film in Zürich mehr als zweieinhalb Jahre ununterbrochen als Sonntagsmatinee aufgeführt wurde.



„UR-Musig“ ist der wichtigste Schweizer Musikfilm

Cyrill Schläpfers Film „UR-Musig“ rührt seit 1993 sogar Rocker zu Tränen – wegen eines Alphorns. Heute nimmt Schläpfer Morgenstille auf und ortet eine „Traditons-Abschaffungshysterie“.

Rigi, Sommer 2005: Vor der „Holderhütte“ lachen und trinken Unterländer mit Älplern, unten leuchten die Autos, ganz unten der See, drüben planscht ein Hund im Kuhtrog. Fredy Hess ergreift das Schwyzerörgeli und René Widmer den Bass; zwischen Ihnen, eine qualmende „Krumme“ im Mundwinkel sitzt – Cyrill Schläpfer. Seine Finger huschen über die Knöpfe seines Schwyzerörgelis und „Echo vom Höllloch“ von Rees Gwerder erklingt. Der Schottisch tönt merklich anders als das übliche Liedgut und Tracht trägt hier auch keiner.

„Ich habe 1989 beim Rees Gwerder begonnen zu schwyzerörgeln“, erklärt der 46jährige. „Es wurde meine Lieblingsinstrument, die traditionelle Schwyzer Volksmusik meine Lieblingsmusik und ich spiele regelmässig in dieser Szene.“ Ebenfalls 1989 startete Schläpfer – damals ein wenig bekannter Reggae-Schlagzeuger und Super-8-Filmer – sein Projekt „UR-Musig“; und der Luzerner schuf in vier Jahren den wichtigsten Schweizer Musikfilm.

„UR-Musig“ hält die wahren musikalischen Wurzeln der Schweiz fest, fernab der Definitionen von Mythenbauern, Volksmusikverbänden und Tourismus-Marketing. Das bildgewaltige Tondokument zeigt zude, wie sich Natur und Kultur beeinflussen: Nebelschwaden wabern über die Matten Kuhglocken bimmeln, während die Zäuerli der Älpler ins Tal hinabhallen. Im Qualm von „Krummen“ örgelt Rees Gwerder den „Alpenblues“. „UR-Musig“ braucht keine Worte geschweige denn Erklärungen, damit hiesige Traditionen plötzlich lebendig scheinen, exotisch und mystisch zugleich. „Der Film UR-Musig“, schrieb die Zeitschrift „L’Hebdo“ richtig, „kann Sie zum Weinen bringen wegen eines Alphorn-Solos.“

„UR-Musig“ lief zweieinhalb Jahre lang jeden Sonntag im Kino, war in Polen zu sehen, in Kuba auch, und er hat viel ausgelöst. Rockfans erkannten in Rees Gwerder den John Lee Hooker der Alpen und hockten scheu im Restaurant Rietberg, wenn der Bergbauer mal zu Tanz aufspielte. „Ich stelle fest“, so Schläpfer, „heute gibt es UR-Musig als neues Volksmusik-Genre, eine Ländlerkapelle heisst so und die Jazzschule Luzern bietet Kurse für Schweizer Volksmusik.“ Rees Gwerder aber ist 1998 gestorben, die schönen alten Bauernhäuser aus dem Film sind verschwunden.

Schläpfer hat aus Geldmangel zwar keinen weiteren Film mehr veröffentlicht, aber von seinem Büro im Zürcher Langstrassenquartier aus vertreibt er CDs mit Ur-Volksmusik, Techno-Jodel, Pop-Sampler und wundersamen Klangwelten aus der Schweiz. Gerade verewigt er die Morgenstille in Mexiko auf CD und schreibt ein Buch über kubanische Perkussion. „Das Schwyzerörgeli ist immer dabei.“

Traditionen bedeuten Schläpfer dabei nach wie vor viel: „Mir ist es wichtig, mich zu einem mir vertrauten kulturellen Umfeld zugehörig zu fühlen. Aber das wird immer schwieriger, vor allem in einem kleinen Land wie die Schweiz. Das Land befindet sich in einer wahren Traditons-Abschaffungshysterie. Die jungen Schweizer heissen heute nicht mehr Sepp oder Vreni, sondern Kevin oder Samantha.“

Marcel Gamma für Aargauer Zeitung LIVE, 11.1.2006


» Zur Ur-Musig-Website mit Filmtrailer etc.

 
Mittwoch, 25. August, 20 Uhr

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Komödie des serbischen Starregisseurs Emir Kusturica. In Venedig erhielt er dafür den Silbernen Löwen:
Chat noir, Chat blanc - Schwarze Katze, weisser Kater

von Emir Kusturica
Bosnien, 1998, 135 Minuten, deutsch

Mit unbändiger Vitalität wird ein fiktives Zigeunerleben an den Ufern der Donau geschildert - mit Liebespaaren, Schlaumeiern, Gaunern und übersteigerten Klischees. Entstanden ist eine schräge Zigeunerballade voller Witz, Ironie und märchenhaften Zügen, deren pulsierender Einfallsreichtum dank grotesken Episoden und Figuren jede Klassifizierung sprengt. Einzigartig ist die orgiastische Verschmelzung von Musik und erzählerischer Form als Ausdruck reinster Lebenslust.

Der Zigeuner Matko lebt vom Schwarzhandel mit den Russen. Für seinen ersten ganz großen Coup fehlt ihm jedoch das nötige Startkapital. Der Gangster Dadan erklärt sich bereit, ihm zu helfen - allerdings legt er Matko herein. Und obendrein verlangt der skrupellose Dadan auch noch einen "Schadenersatz"!

Matkos Sohn soll seine jüngste Schwester Ladybird heiraten. Aber Zare liebt eine andere. Dennoch werden er und Ladybird zur Heirat gezwungen. Am Ende kommt jedoch alles ganz anders...


» Link zum Filmtrailer von Chat blanc chat noir
 

 
Mittwoch, 8. September, 20 Uhr

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Oscar-Nominierung 2005 - bester ausländischer Film
Wie im Himmel - As it is in Heaven

von Kay Pollak
Schweden, 2004, 132 Minuten, deutsche Fassung
 

Daniel Daréus (Michael Nyqvist), Stardirigent und Musikgenie, beschliesst nach einem Herzanfall seine internationale Karriere an den Nagel zu hängen und in das Dorf zurückzukehren, in dem er geboren wurde. Dort kauft er sich die alte, ausserhalb des Zentrums gelegene Schule und ruht sich erst einmal gründlich aus. Freundlich wird er vom Pfarrer mit einer Bibel begrüsst und beobachtet einen Schneehasen vor seinem Fenster. Als er sich jedoch ins Dorf begibt, wird er schon bald darum gebeten, den hiesigen Chor zu leiten und eine Stelle als Kantor anzunehmen. Widerwillig akzeptiert er.

Und tatsächlich verhilft Daniel seinen neuen Schülern zu ungeahnten musikalichen Höhenflügen. Dabei lernt er die verschiedenen Mitglieder des Chores kennen und gerät in einen Strudel von Problemen. Viele Dorfbewohner verbergen Geheimnisse und auch die Neider des erfolgreichen Musikers lassen nicht lange auf sich warten, um ihre Intrigen zu spinnen. Die Musik scheint all diese Geheimnisse freizusetzen und die Leute wesentlich zu verändern. Und dann ist da noch die wunderhübsche, junge Lena, in die sich Daniel bereits nach wenigen Proben verliebt.


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 Ticketreservationen / Ort
   

 

Keine Ticketreservationen

Ticketpreis: CHF 10.- | Keine nummerierten Plätze |
Abendkasse/Bar im Zeltainer offen ab 19.00 Uhr

 

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Ort

Kleintheater Zeltainer, Frühweidstrasse, 9657 Unterwasser

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