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Der Klang der indischen Santur
Er ist kleiner als ein Hackbrett, aber dessen Urgrossvater: Der Santur. Die Kastenzither wird in der indischen Musik gespielt. Und jetzt im Toggenburg in der Klangschmiede gebaut.
«Sie tönen hübsch», sagt Fredi Zuberbühler aus Walzenhausen, der dem Instrument sozusagen Pate stand: Er hat die Bauteile auf Plänen vorgezeichnet. Und auch Baldur Stocker aus dem appenzellischen Wald, der den ersten Kurs für Santurbau leitete, ist erfreut über das Resultat der ersten vier Kursteilnehmer: «Die Instrumente klingen nicht nur sehr gut. Sie sehen auch schön aus.»
Eine begeisternde Erfahrung
Die Erfahrungen des Kurses sind so gut, dass ein weiterer bereits in Planung ist. Dies auch deshalb, weil die Teilnehmer allesamt zufrieden sind. Mehr noch. «Sie waren begeistert», sagt Baldur Stocker. «Auch weil es nicht nur um das Zusammensetzen eines Bausatzes gegangen ist, sondern weil die Leute viel selber erarbeiten konnten.» Dies war denn auch das Ziel des Kurses. Der Bau einer indischen Santur komme dem Bau eines Hackbretts sehr nahe. «Und auch der Klang der Santur geht in Richtung Hackbrett», sagt Stocker.

Der indische Santur
Weitere Kurse dürften folgen
Nun gelte es, die Erfahrungen dieses ersten Kurses, der im Angebot der Klangwelt Toggenburg steht, für zukünftige Kurse auszuwerten.
Wer indes gesehen hat, mit welchem Eifer und Interesse die Kursteilnehmer bei der Sache waren und wie die beiden Instrumentenbauer Stocker und Zuberbühler sie dabei unterstützten, darf annehmen, dass weitere Kurse für den Santurbau nicht lange auf sich warten lassen werden. Dies ist ganz im Sinne des Zwecks der Klangschmiede. Klänge sollen geschmiedet und gebaut werden, damit deren Töne weit über die Region hinaus erklingen.
Text und Bild: Reto Neurauter
Datum: 20.10.2011 07:35




