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"Vom Himmel hoch" - Peter Roth lässt keine Wünsche offen

Mit einer begeisternden Uraufführung der eigens für diesen Anlass bestellten Weihnachtskantate von Peter Roth beschenkte der Männerchor Concordia am Samstagabend seine Zuhörerschaft in der Stadtkirche St. Nikolaus reichlich.

Was macht ein Gesangsverein zum Jubiläum? Richtig, er lädt zum festlichen Konzert ein. Der Wiler Männerchor Concordia ging unter der musikalischen Leitung von Kurt Pius Koller jedoch noch einen Schritt weiter. Anlässlich des doppelten Jubiläums 160 Jahre Concordia und 25 Jahre Weihnachtskonzerte wollte der Gesangsverbund die Weihnachtsfeier zu einem Höhepunkt der jüngeren Vereinsgeschichte machen. Zu diesem Zweck beauftragte die Concordia den bekannten Toggenburger Komponisten Peter Roth aus Unterwasser damit, eine Weihnachtskantate für Männerchor, ergänzt mit Frauen- und Kinderstimmen sowie mit den entsprechenden Instrumentalisten, zu schreiben.

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Gänsehaut in der Stadtkirche: Mit einer wunderschön gesungenen und tief berührenden Weihnachtskantate des bekannten Komponisten Peter Roth bezauberte der Männerchor Concordia seine ebenso treue wie zahlreiche Zuhörerschaft in der Stadtkirche St. Nikolaus. (Bild: art)

Doppelchor geschickt eingesetzt
Und am Samstag war es endlich so weit: Die Ur-Aufführung von Roths Weihnachtskantate «Vom Himmel hoch» geriet zu einer knapp 50minütigen, von melodiöser Schönheit und textlicher Ergriffenheit geprägten Vorstellung, welche am Ende vom Publikum im voll besetzten Gotteshaus mit einer langen, stehenden Ovation belohnt wurde.

Tatsächlich handelt es sich beim Werk um ein sehr eingängiges, keineswegs jedoch leicht zu singendes Werk. Der Komponist nutzte die Gegebenheit, dass die Kirche über einen breiten und tiefen Altarbereich und eine Empore verfügt, zur Installation eines Doppelchores aus: unten sangen die Erwachsenen (Männer-, Frauen- und Gemischter Chor), oben die Kinder der Singbox (Leitung Markus Leimgruber). Die Kinder sangen auf Hochdeutsch insgesamt 15 von 16 Strophen des bekannten Weihnachtsliedes «Vom Himmel hoch» und bildeten somit sowohl optisch als auch akustisch die verkündende Engelsschar. Unten, auf der Erde, antworteten die verunsicherten und deshalb auch zuerst ungläubigen Erwachsenen den hehren Worten so, wie ihnen der Schnabel gewachsen war: im Dialekt und unverblümt. Alltagssorgen wie Arbeitslosigkeit, kein Geld auf der Bank, bekamen die Engel zu hören – und sowieso: «ond was wössed ehr denn scho vo all üsne Ängscht?».

Am Ende vereint
Für die im Hier und Jetzt verwurzelten, nicht an göttliche Wunder glaubenden Erwachsenen ist klar, dass das Versprechen der Engel «Er bringt Euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit, dass ihr mit uns im Himmelreich, sollt leben nun und ewiglich» kein erstrebenswertes Ziel ist, denn «jo und ewig was heisst da, wer glaubt denn no dra? I läbe im Hüt. Und am Schluss, do chunnt nüt!». Natürlich endete der Wechselgesang, welcher von wunderschönen Naturjodel (Solo Jodler-Duo Regula und Ruth Matter), der Original Appenzeller Streichmusik Kalöi und an den Orgeln von Marie-Louise Eberhard und Werner Baumgartner sehr stimmungsvoll mit folkloristischen Tönen bereichert wurde, mit dem «Sieg» der Engel über die Ungläubigen, so dass das Finale schliesslich in einem glänzenden Gloria endete, das vom Gesamtchor gesungen wurde.

Text: Christof Lampart. Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung Verlag Toggenburger Tagblatt.

 

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» Interview mit Peter Roth auf Radio DRS

» Bestellung CD "Vom Himmel hoch"



Datum: 21.12.2010 09:25

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